Coriolan

von Shakespeare im "Theater viel Lärm um Nichts
in der Pasinger Fabrik

Einladung zu den bayrischen Theatertagen in Ingolstadt!!

31.5.2024

 

Uraufführung der Übersetzung und Fassung am 5. Januar 2023

Schauplatz ROM. Der letzte König [Tarquinius Superbus] ist verbannt; die junge Republik ringt um ihre (Ver-)Fassung - bis zum Römischen Imperium ist es noch ein Stück hin. Die Macht liegt jetzt bei den Adelsfamilien [Patriziern]. Bald nicht mehr exklusiv: Das Volk hungert. Und revoltiert. Und lässt sich nicht abspeisen: Roms Senat sieht sich gezwungen, Volksvertreter zuzulassen [die berühmten Tribunen]. Die sich tatsächlich für die Belange der Plebejer einsetzen. Wenn sie diese nicht gerade in ihrem Sinn manipulieren.

Auftritt Gaius Martius. Er ist ein Held. Ein Kriegsheld. Seine Mutter führt Buch über seine Wunden. Was er ist, verdankt er ihr. Vom Kindersoldaten zur Tötungsmaschine. Roms Supersoldat. Jetzt - gerade hat er eine ganze Stadt im Alleingang geschleift, was ihm den Beinamen Coriolan einbringt - soll er in die Politik. »Konsul« Coriolan. Die Regularien des Wahlkampfs gebieten, dass er dem Volk seine Wunden zeigt, ehe dieses für ihn stimmt. Coriolan hasst das Volk.

Coriolan, seine Mutter, die höheren Familien der Stadt: Edle Produkte ihres Dünkels. Und der Held der Schlachten ist keiner, der sich im zivilen Leben beherrschen kann. Ein Wort gibt das andere und am Ende ist er nicht Konsul, sondern verbannt. Er verbündet sich mit dem Feind, seinem Lieblingskonkurrenten auf dem blutigen Feld der Ehre. Und ums Haar hätten Roms Weltmachtambitionen ein vorzeitiges Grab gefunden (wir befänden uns im Jahre 494 vor Null, wäre das Geschehen historisch verbürgt).

Hunger & Selbstherrlichkeit, Aufstand & Krieg, Ehre & Verrat, Volk & Elite, Staat & Bürger, Manipulation & Gutgläubigkeit – in Shakespeares letzter Tragödie, dem Politdrama CORIOLAN, geht 's rund. Vieles mutet vertraut an; fremdartig erscheint der schlicht gestrickte Held in seiner fanatischen Unbeirrbarkeit. Und obwohl sein Ende tragisch ist (bringt das Genre mit sich), ist die VIEL LÄRM UM NICHTS-Version, die die Geschichte aus der Perspektive des Volkes erzählt, nicht arm an Scherz, Satire, Ironie...

mit Judith Bopp | Margrit Carls | Denis Fink | Evelyn Plank | Alexander Wagner

Unter besonderer Mitwirkung von Andreas Seyferth | Sebastian Kalhammer sowie Ute Pauer | Katharina Friedl | Armin Hägele | Titus Horst

Regie Andreas Seyferth Assistenz Emma Kalhammer Zeichnungen/Video/Klangdesign Ardhi Engl Kostüm Johannes Schrödl Lichtdesign Jo Hübner Technische Einrichtung Max Reitmayer Abendtechnik Marie Ayim / Paul Egenrieder GrafikMartina Körner

 

Ein solcher Ort als Spielraum, begrenzt und geschützt durch das sprechende Gebäude, nach oben offen, unendlich weit.
Über uns der wahre Himmel, zu Zeiten mit Mond und Sternen, im Abendlicht ein Farbenzauber, ein großes Schauspiel.
Am Boden, wir, spielend, versuchend menschliche und göttliche Zustände sichtbar zu machen.
Suchen, entdecken, finden, verlieren.
Abend für Abend auf‘s Neue.
Neuer Himmel, neue Menschen, neu ich, neu du.
Und im Götterzorn lächelnd zwischen den Blitzen tanzen …

Circo Disastro

2012 gründetet ich mit Denis Fink die "Compania Disastro". Die sich zur Aufgabe machte, qualitätvolles Theater mit Schwerpunkt der Clownerie, für Erwachsene und Kinder zu entwickeln.

Es entstanden u.a. mehrere Produktionen für das THEA in Garching (Wilfrid Grote). Zunehmend wurde es auch ein Anliegen die Theaterkunst, mit Ihrem Entwicklungs-förderlichen Wert, anderen Menschen verfügbar zu machen.

Daraus entwickelten sich zunehmend Spielprojekte mit Kindern und Erwachsenen. 

Aktuell in arbeit ist das Clownstück "Circo Disastro", mit Premiere am 28.6.2023

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